Aufzug Beromünster - Wagi Museum Schlieren

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Aufzug Sendeturm Blosenberg / Beromünster

Im Jahre 1937 konnte damals der Sendeturm Blosenberg dem Betrieb übergeben werden. Der heute legendäre Schweizerische Landessender Beromünster sendete erstmals bereits am 11. Juni 1931. Um Kontrollmessungen auf dem Turm vornehmen zu können, musste man jedoch von 1937 - 1951 die Leiter emporklettern und die Kisten mit den Messgeräten mit Hilfe von Drahtseilen hinaufbefördern, was ein sehr mühsames Unternehmen war. Ab 1951 brachte dan unser Schlieren Aufzug, der am Blosenbergturm installiert wurde, Personen und Geräte bequem und sicher auf 146 m Höhe zu den Messinstrumenten, wo periodisch elektrische Messungen vorgenommen werden mussten.

Ab 1951 mit einem Schlieren-Aufzug



Zudem wurden von Zeit zu Zeit Unterhaltsarbeiten an den Instrumenten nötig, so dass unser Aufzug ein vielbenütztes Transportmittel darstellte. Der ganze Turm war nachts beleuchtet. Da in dieser Gegend Gewitter häufig auftreten, kam es vor, dass hin und wieder Lampen defekt waren. Um nun zuoberst auf den Turm zu gelangen und den Schaden zu beheben, musste man die restlichen 70 m von der Kanzel aus «zu Fuss» zurücklegen, d. h. eine Leiter ermöglichte den Aufstieg auf 215m. Unser Aufzug war eine Spezialkonstruktion mit einer Nutzlast von 300 kg und fuhr mit einer Geschwindigkeit von 50cm/sec.



Die Kabine war rund, um dem Wind keine allzugrosse Angriffsfläche zu bieten. Die Türe für den Einstieg befand sich auf der vom Turm abgewendeten Seite, später wurde auch auf der Rückseite eine Türe angebracht, damit ohne weiteres auf den verschiedenen Traversen ausgestiegen werden konnte. Der Aufzug wurde vom Maschinenraum aus gesteuert.

Der Liftinsasse gab seine Wünsche dem Mann im Maschinenraum mit einem Horn bekannt; er bläst z. B. zweimal ins Horn, wenn er anzuhalten wünschte. Ist der Aufzug ausser Betrieb, so wurde er oben aufgehängt, damit das Seil vom Wind nicht beschädigt wurde. Wir sehen, dass Schlieren Aufzüge auch in aussergewöhnlichen Bauten, wie Silos, Staumauern oder, wie obiges Beispiel zeigt, in einem Sendeturm, wertvolle Dienste leisteten oder dies noch immer tun.

Der Lift existiert heute leider nicht mehr. Der Turm wurde jedoch 2009 unter Denkmalschutz gestellt. Er wird saniert und soll eine Webcam erhalten.

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