Aufzug Rio - Wagi Museum Schlieren

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Weniger bekannt dürfte auch sein dass wir im Jahre 1956 in Zusammenarbeit mit unserer Tochtergesellschaft "SUWIS" in Brasilien einen Schrägaufzug am Santa Tereza Hügel liefern konnten. In Rio de Janeiro, sind Wohnungen in guten und vorallem in kühlen Quartieren sehr begehrt.



Das war bereits 1956 so. Ausser am Meeresstrand wurde bereits damals immer mehr auch an den Berghängen gebaut, wo meistens ein etwas frischerer Wind weht, als auf Meereshöhe. "Sehr wichtig waren schon damals bei solchen Überbauungsprojekten in höheren Lagen das Transportproblem, den selbstversrtändlich steigt niemand zu Fuss hundert oder mehr Meter den Berg hinauf." wird es in den Schlieren Nachrichten von Juni 1956  beschrieben.

So sah sich auch eine Baufirma genötigt, die  ungefähr dreissig Meter Höhendifferenz zwischen der Strassenbahnlinie und dem geplanten Häuserblöcken mit einem geeigneten Verkehrsmittel zu  überwinden. Zuerst dachte sie dabei an Aufzüge, deren Schächte ins Berginnere zu liegen gekommen wären und unten Zugangsstollen benötigt  hätten. Diese Möglichkeit wurde jedoch zu teuer befunden und man wählte  einen Schrägaufzug mit zwei gegenläufigen Kabinen.

Mit der Ausführung des gesammten mechanischen Teiles wurde, nach hartem  Konkurrenzkampf , unsere damalige Tochtergesellschaft in Brasilien die Elevadores SUWIS de Brasil S.A, betraut. Sie konnte zur Realisierung dieses Auftrags die Erfahrungen auswerten, die SUWIS und Schlieren an früher ausgeführten Schrägaufzügen in Brasilien, Ägypten und in der  Schweiz gesammelt hatten.

Maschine

Als Antriebsmaschine diente eine Schneckenradwinde mit der Übersetzung  2:84. Der Motor wurde überdimensioniert, um eine grosse Schwungmasse zu erhalten, die wesentlich dazu beigetragen musste, sanft anfahren zu  können und einen grossen Bremsweg mit noch genügender Haltegenauigkeit zu erreichen. Bei Schrägaufzügen, hatte sich nämlich gezeigt, dass auf  der schiefen Ebene sowohl Beschleunigung wie auch Verzögerung wesentlich  niedriger gehalten werden mussten als bei vertikaler Bewegung.

Die Treibscheibe an der Maschine war für drei Seile von 15,5mm Durchmesser geschaffen worden. Die Seile wurden ohne weitere Hilfsmittel nur um die Treibscheibe gehängt, eine Konstruktion die nur möglich wurde, weil der  Aufzug mit kleiner Beschleunigung und Verzögerung betrieben wurde.

Steuerung

Es wurde eine automatische Druckknopfsteuerung mit Steuerknöpfen in den Kabinen gewählt. Da durchwegs einteilige, handbetätigte Schiebtüren verwendet wurden, war auch ein akustisches Signal nötig zur Aufforderung, die Türen zu schliessen. Optische Signale orientierten auf beiden Stationen über Standort und Fahrtrichtung der Kabinen.

Zur Stromübertragung zu den Kabinen wurden zwischen den Führungsschienen die notwendigen elektrischen Schleifleitungen verlegt. Diese Lösung stiess auf keine Schwierigkeiten, da weder mit Schnee noch mit Vereisung gerechnet werden musste. Für die Steuerung und Beleuchtung wurde der Strom von den Schleifleitungen über Stromabnehmer am Kabinenboden  bezogen.

Unterbau

Bauseits wurde ein durchgehendes Betonbett erstellt, in welchem in Abständen von  1,5m die Schwellen eingemauert wurden zur Befestigung der Führungsschienen und der Isolatoren für die Schleifleitungen.

Kabinen

Das Untergestell der Kabinen bestand aus Profileisen. Es war unter zwischenlegung von Gummikissen zur Vibrationsdämpfung auf beiden Laufachsen befestigt. Das Untergestell enthielt auch den Geschwindigkeitsregulator und die Gleitfangvorrichtung.

In Aluminiumrahmen fest eingebaute Triplex-Glasfenster verzierten die Kabinen allseitig und gaben auf der kurzen Fahrt den Blick frei auf den berühmten Corcovado mit der riessigen Christus-Statue. Der Wagenkasten selbst bestand aus einem Gerippe aus gepressten Blechprofilen welches beidseitig mit Stahlblech verkelidet wurde.
 
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