Betriebsfeuerwehr SWS - Wagi Museum Schlieren

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Schweizerische Wagons- und
Aufzügefabrik AG Schlieren

Wagistrasse 13
CH-8952 Schlieren ZH




Bereits 1901 wurde
die Betriebsfeuerwehr
der SWS gegründet

Aus den Akten der Stadt Schlieren geht die Gründung der SWS Betriebsfeuerwehr hervor; in einem Protokoll der Feuerwehrkommission aus dem Jahre 1901 steht in altdeutscher Schrift geschrieben:

«Traktandum 3:

Schreiben der Schweizerischen Wagen- und Wagonsfabrik: Auf Anfrage der Schweizerischen Wagen- und Wagonsfabrik, die bei der dortigen Feuerwehr eingeteilte Mannschaft bei der Gemeindefeuerwehr zu entlassen, wird beschlossen: Es ist der Schweizerischen Wagen- und Wagonsfabrik Mitteilung zu machen, dass die Mannschaft, die sie bei der Fabrikfeuerwehr nötig haben, im Frühjahr 1902 anlässlich der Feuerwehrrekrutierung von der Feuerwehr Schlieren entlassen werden kann.»

Seit 1902 war die SWS Betriebsfeuerwehr auch bereits beim Schweizerischen Feuerwehrverband versichert und hatte im gleichen Jahr an der Hauptübung der Gemeinde Schlieren bereits als Betriebsfeuerwehr teilgenommen.

Die erste Mannschaftsliste, die in den Akten zu finden ist, stammt aus dem Jahre 1907. Die damalige Feuerwehr setzte sich zusammen aus dem Chef, einem Hydrantencorps mit 16 und einem Wachcorps mit 5, also total aus 22 Mann.



Am 26. Februar 1908 brach ein Brand in der damaligen Sattlerei aus. Es war der erste grosse Zwischenfall seit der Gründung der Betriebswehr. Der Brand hätte damals leicht katastrophale Folgen haben können. Am Gebäude und dem Material entstand ein Sachschaden von 45.000.--. Verletzt wurde zum Glück niemand ernsthaft.



1912 betrug der Mannschaftsbestand 29 Mann und stieg dann bis auf 43 Mann im Jahr 1922. Im Jahr 1939 wurde der Bestand weiter erhöht auf 48 Mann und das trotz den Rekrutierungsschwierigkeiten wegen des Zweiten Weltkrieges.

Aber damals musste einfach jeder Feuerwehrdienst leisten, der gesundheitlich dazu einigermassen noch in der Lage war, weil viele eben im «grüene Gwändli» ihre Pflicht erfüllen mussten.

Nicht zuletzt wegen der Gefahr des Übergreifens der Kriegsereignisse auf die Schweiz, wurde die SWS Betriebsfeuerwehr damals materialmässig besser ausgerüstet. Zur Ausrüstung gehörten damals eine mechanische Leiter von 10 Metern Länge, eine Handschiebeleiter ebenfalls von 10 Metern Länge, eine Anstelleiter von 7 Metern Länge und zwei Hydrantenwagen.

Dieser Mannschaftsbestand und die Ausrüstung blieben bestehen, bis im Jahr 1960 mit der Anschaffung einer Motorspritze der Bestand auf 55 Mann erhöht wurde. 1966 wurden dann die alten Leitern durch die damals moderne Leitern von 13 Metern Länge und 1968 noch durch eine Handschiebeleiter von 9 Metern Länge ersetzt.



Doch vom Material möchten wir jetzt auf das Personelle übergehen. Mehr als die Hälfte der 75 Jahre der SWS Betriebsfeuerwehr prägte ein Mann: nämlich Fritz König. Schon in den Anfängen war er Chef der Löschmannschaft, und dann gab er die Betriebsfeuerwehr während sage und schreibe 40 Jahren nicht mehr aus den Händen.

Mit 71 Altersjahren hatte er dann aber offenbar doch das Gefühl, er habe jetzt seine Feuerwehrpflichten erfüllt und übergab das Kommando an Walter Wiederkehr.

Fritz König starb im Jahr 1961 im stolzen Alter von 91 Jahren! Seine Feuerwehrtätigkeit hat sich aber nicht nur auf das Wagi-Areal beschränkt, ein ganzer Aktenordner voll Hauptübungsberichten zeugt von seiner Tätigkeit als Experte bei Hauptübungen in der ganzen Region.



Walter Wiederkehr hatte das Kommando von 1943-1957 inne. Walter Wiederkehrs Nachfolger, Ernst Frey, brachte es auf 9 Kommandojahre, im Ganzen aber auch auf 30 Feuerwehrdienstjahre. Seine etwas angegriffene Gesundheit war es denn auch, die ihn 1966 zwang, das Kommando an Ernst Burger zu übergeben, der die Betriebsfeuerwehr bis im Januar 1977 geleitet hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt brachte auch er ansehnliche 26 Dienstjahre hinter sich.



Sie alle und auch Ihre Vorgänger haben dazu beigetragen, dass es in der SWS Schlieren nie zu einer grösseren Brandkatastrophe gekommen ist. Vor Kleinfeuern blieb die SWS allerdings nicht verschont. Dazu ein paar Beispiele aus den Betriebsjahren:

1941 Schadenfeuer in der Holztrocknungsanlage
1965 Brand in den Abzugskanälen der Veredelung
1966 Flüssigkeitsbrand im Türenbau
1967 Brand palettierter Gasflaschen in der Ausbrennerei
1968 Brand einer Farbwanne im Türenbau
1971 Brand in der Trafostation 5
1975 Brand der Filter in der Entstaubungsanlage der Sanderei
1976 Brand in der Trafostation 1.

Dank dem raschen Eingreifen der SWS Betriebsfeuerwehr oder auch einzelner Feuerwehrleute konnten glücklicherweise grössere Brandfälle verhindert werden.

Wie alle andern Fabrikfeuerwehren des Kantons unterstand auch die betriebseigene Feuerwehr der SWS damals dem Departement des Innern des Kantons Zürich. Das Korps wurde periodisch durch das Stadthalteramt und die Feuerwehrkommission der Gemeinde Schlieren inspiziert und auf die Anzahl ihrer Übungen, den Bestand und die Leistungsfähigkeit der ganzen Wehr kontrolliert.

Sie hatte ihren eigenen Kommandanten, der aber dem Oberkommando der Gemeindefeuerwehr unterstand. Dieser Aufbau in der Organisation sollte es möglich machen, dass die Betriebsfeuerwehr, wenn nötig, auch durch die Gemeinde aufgeboten werden konnte. Anderseits konnte aber der Kommandant der Betriebsfeuerwehr auch die Unterstützung der Gemeindefeuerwehr Schlieren verlangen, sobald er dies als notwendig erachtete.

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