Drehgestelle - Wagi Museum Schlieren

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1913 lieferte Schlieren bereits
die erste Eigenkonstruktion
eines Drehgestells

Im Themenbereich Drehgestellbau zeigt das Wagi-Museum einzelne Typpenblätter und Zeichnungen der verschiedenen Drehgestelle der Bauart Schlieren.

Geschichte

Die ersten Drehgestelltypen wurden von der SWS Schlieren erstmalig im Jahre 1913 für einen von der BBC Baden bestellten Lokomotivtransportwagen (P 93542) eingesetzt. 1914 folgte ein weiterer Einbau dieses Drehgestells für einen Tiefladewagen bestellt von der Maschinen Fabrik Oerlikon MFO. Als letzter wurde der Tiefladewagen (Oa/O 74771) welcher 1926 an die SBB ausgeliefert wurde, mit einem SWS 13 Diamond Drehgestell ausgerüstet.

SWS l



Bis 1932 wurden mehrheitlich die Drehgestelle der Bauart SWS l verbaut. Mit genieteten Rahmen und querstehenden Balttfedern waren sie eine weiterentwicklung der preussischen Regelbauart. Sie wurden unter Bahnwagen mit Holzkasten und später den Stahlwagen eingesetzt.

SWS 32

Ab 1932 wurde für die schweren Stahlwagen der Polsterklasse das SWS l Drehgestell weiterentwickelt. Sie besassen nun längsgestellte Blattfedern un ebenfalls genietete Rahmen. Das SWS 32 Drehgestell bewährte sich als vorläufer für das ab 1932/33 ebenfalls entwickelte SWS ll Drehgestell.

SWS ll

Als die SBB 1932/33 begannen, geschweisste Reisezugwagen zu beschaffen, entwickelten wir dafür das geschweisste Drehgestell SWS II. Bei diesen Drehgestellen wurde auf den unteren Wiegebalken und die quergestellten Doppel-Blattfedern verzichtet. Stattdessen wurde der Wiegebalken auf längsgestellte Blattfedern gelagert, die mittels Langschaken pendelnd an den Langträger des Rahmens aufgehängt wurden. Eine weitere Neuerung bestand darin, dass auf die Führung der Achslager durch Achshalter verzichtet wurde. Die kärftigen Schraubenfedern wurden über Mitnehmer gestülpt, die mit dem Drehgestellrahmen fest verbunden waren und oben an den Federn eng anlagen.

SWS II L

1937 setzte die SBB die ersten Leichtstahlwagen in Betrieb. Für diese Wagen wurde von uns das Drehgestell SWS II L entwickelt. Dessen Federungskonzept entsprach weitgehend dem der Vorgängerbauart. Zusätzlich kamen bei diesen Drehgestellen hydraulische Dämpfer - sowohl bei der Achslagerfederung als auch zwischen Drehgestellrahmen und Wiegebalken zum Einsatz. Trotz dieser Zusatzeinrichtungen konnte auf Grund konsequenter Leichtbauweise das Gesamtgewicht der Drehgestelle auf 3,6t reduziert werden.

SWS 44

Das 1944 entwicklete Drehgestell SWS 44 war für meterspurige (1000mm) Bahnwagen konzipiert. Es kam für Auslieferungen an die Mitteleinstiegwagen der Rhb, LEB oder der BD zum Einsatz. Des weiteren  wurde es als Ersatzdrehgestell für die Wagen auf Holzkastenbauart der FO oder der BVZ eingesetzt. Wie auch das SWS ll Drehgestell war es mit querstehenden Blattfedern konzipiert. Produziert wurde es bis 1957.

SWS 47

Die  Drehgestelle der Bauart SWS 47 wurden für die damaligen  Mitteleinstiegwagen der Rhätischen Bahn RhB Nr. 1221 - 1222 und 2321 -  2333 verbaut. Sie waren wie das SWS 44 dementsprechend für die Meterspur  ausgelegt. Sie besassen querstehende Blattfedern wurden aber später auf  Schraubenfedern umgebaut. Produziert wurden sie während rund 2 Jahren  bis 1949.

SWS 50

Beim  Drehgestell der Bauart SWS 50 handelt es sich um ein 1950 erstmals  verbautes Drehgestell für die damals in Schlieren gebauten RIC Wagen A  der BLS. Später auch für die SBB RIC Wagen A und B Tes Typ "Schlieren  BLS". Sie wurden im Zeitraum bis 1957 gebaut und erhielten ab 1971  Schraubfedern.

SWS II LS

Das 1952 erstmals verbaute Drehgestell vom Typ SWS ll LS galt insgeheim als Vorstufe für das SWS 56 welches später unter den Leichstahlwagen der SBB (B4ü 2271 - 2280) verbaut wurde. Es war eine Weiterentwicklung des SWS ll L Drehgestells. Bei diesem Drehgestell kamen bereits Schraubenfedern zum Einsatz. Gebaut wurde es während einem Jahr.

SWS 55

Diese Drehgestelle wurden 1955 unter insgesamt vier, für Brown Boveri &  Cie. (BBC) gebaute, sechsachsige Tiefladewagen verbaut. Es handelte sich  um ein geschweisstes Drehgestell mit Scheibenrädern.

SWS 56 (EW l)



1956 lieferten wir das Drehgestell SWS 56 EW l. Dieses mit Schraubfedern ausgestattete Drehgestell wurde für die neubestellten Einheitswagen EW l konzipiert, Verbaut wurde es auch unter den EW ll-D sowie dem DZt. Das SWS 56 wurde in grossen Stückzahlen bis 1981 hergestellt und verbaut.

SWS 65 (EW ll)

Ab 1965 wurde für die Einheitswagen EW ll das SWS 65 (EW ll) hergestellt.

Schlieren Typ 70 K

für Internationale Reisezugwagen mit Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h

Schindler / Schlieren 76



In Gemeinschaftsarbeit entwickelten Schindler Wagon Pratteln und wir das Schnellfahrdrehgestell «Schindler/Schlieren 76», das für Geschwindigkeiten bis 200 km/h ausgelegt ist. In unseren Werkstätten wurden zwei Paar Prototypdrehgestelle angefertigt und bei einem RIC-B-Wagen und einem Messwagen der SBB eingebaut.




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