Kredit für Neubau bewilligt - WAGI Museum Schlieren

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Museumspark Schlieren: WAGI- und Ortsmuseum rücken 2021 im Stadtpark zusammen


Das neue WAGI-Museum wird direkt an das Ortsmuseum angegliedert (Visualisierung Frei&Achs Architekten Zug) zvg

01. April 2018 / cfa

Schlieren ZH - Die Würfel sind gefallen: Neben der Sanierung des Ortsmuseum rückt nun auch das WAGI-Museum mit einem innovativen Neubau in den Schlieremer Stadtpark vor. Entstehen soll ein neuartiger Museumspark für Familien, Schulklassen sowie Kultur- und Technikbegeisterte.

Strahlende Gesichter gab es am 16.03 2018 anlässlich der Kulturförderversammlung im Stürmeierhuus in Schlieren. Neben einem Kredit für die Sanierung und den Ausbau des Ortsmuseums wurde auch ein Antrag des Vereins HistoricSchlieren für das WAGI-Museum überraschend angenommen. Die neue Bleibe des Firmenmuseums im Stadtpark von Schlieren könnte indess nicht spektakulärer ausfallen. Es handelt es sich dabei um einen exakten Nachbau des 1929 erbauten und 37 Meter hohen Fabrikturms der einstigen Wagons- und Aufzügefabrik AG Schlieren (WAGI).

Wiener Spezialfirma baut neuen WAGI-Turm

Eine Projektausschreibung wurde dazu bereits 2017 eingereicht. Nun soll der Fabrikturm der 1985 gesprengt wurde durch die Wiener Spezialfirma Mörser & Co nach Originalplänen wieder aufgebaut werden und als Monument für die Industriegeschichte der Stadt Schlieren stehen. Der Turm soll künftig das neue WAGI-Museum beheimaten und direkt an das Ortsmuseum angeschlossen werden. Die Planung des Standortes spielte dabei für die Verantwortlichen eine zentrale Rolle, heisst es in einer entsprechenden Medienmitteilung.

Dadurch erhofft sich auch die Vereinigung Heimatkunde Schlieren (VHS) unter Präsident Rolf Wild eine integrale Kombinutzung und somit mehr Besucher für Schlieren. Entstehen soll nämlich ein völlig neuartiges Museumserlebnis, welches nicht nur die WAGI-Geschichte auf 4. Stockwerken im Turm erzählt, sondern auch die Geschichte der Stadt im renovierten Ortsmuseum. Dabei können die Besucher künftig in beiden Museen auch auf neue Formen wie Virtual Reality setzen.

Hightech in alter Fassade

Während das 1874 erbaute Ortsmuseum nun für rund CHF 920''000 saniert wird, soll der WAGI-Turm ab Mitte August 2020 in zwei Bauetappen wieder aufgebaut werden. Nostalgisch anmutend wird er aber ein Bauwerk der Zukunft, heisst es beim Verein HistoricSchlieren. Das Architekturbüro Frei&Achs aus Zug welches mit der Projektierung vertraut wurde, setzte bereits in der Planung auf Minergiestandart. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Turmes wird zusätzlich die nötige Energie für den Strombedarf beider Museen liefern. Auch im Innern des Turmes soll viel Technik verbaut werden, von diesem werden die Besucher jedoch kaum etwas mitbekommen, kann man der Projektausschreibung entnehmen.

Für den Verein HistoricSchlieren der das WAGI-Museum seit 2017 betreibt, lösen sich mit dem Neubau nicht nur Platzprobleme, sondern gleich zwei weitere. So wird unter anderem im Aussenbereich beider Museen der historische Speisewagon aus dem Jahre 1912 seinen Endplatz im Stadtpark finden. Auch ein historisches Tram aus dem Jahre 1902 soll später im Aussenbereich ausgestellt werden. Ein Schlieren-Aufzug aus den goldenen 1920er Jahren wird die Besucher im Ortsmuseum zudem auf 3. Stockwerke Schlieremer Stadtgeschichte befördern.

Beide Vereine betonen, dass nun attraktive Familienangebote entstehen können. So soll unter anderem eine Dampfgartenbahn oder ein Gelenktrolleybus als Kidscorner in den Sommermonaten für leuchtende Kinderaugen sorgen, aber auch eine Attraktion des Ortsmuseums lässt die Besucher in die Rolle eines Ackerbauers um 1700 schlüpfen.

Seminarraum mit Ausblick

Im obersten Geschoss des Turmes soll auf 100qm zudem ein moderner Seminarraum für rund 60 Personen realisiert werden, auch eine kleine Cafeteria soll darin beheimatet sein. Dieser Raum könnte ausserhalb der Öffnungszeiten sowohl Vereinen aber auch Geschäftskunden zur Verfügung stehen. Die Aussicht auf das Stadtzentrum macht dabei einen besonderen Reiz aus, betonen die Verantwortlichen. Ausserdem sei die Nachfrage nach solchen Räumen in Schlieren sehr gross.

Bislang stiess das Bauvorhaben "noch" durchwegs auf offene Ohren in der Bevölkerung. Die markante Höhe des Turms stört dabei die Anwohner weniger. In Schlieren ist man sogar Stolz, dass dieser Zeitzeuge wieder zurückkommt, so der mehrheitliche Tenor auf der Strasse. Einzig die IG ProArtente aus Chur übte gestern öffentlich Kritik am möglichen Standort des Turmes. Die Enten im benachbarten Weier im Stadtpark könnten durch den Schattenwurf an Lebensqualität verlieren; wird Präsident August Miescher in einer entsprechenden Mitteilung zitiert. Bei den Verantwortlichen prüft man dieses ernste Anliegen, ist sich aber sicher, dass eine Lösung gefunden wird und keine weiteren Einsprachen erfolgen werden.

Finanziert wird das ganze Bauvorhaben für den WAGI-Turm aus privater Hand. Eine eigens gegründete WAGI-Stiftung soll die Kosten von rund 2,1 Milionen Franken nun aufbringen. Es sollen keine öffentlichen Gelder dafür in Anspruch genommen werden, betonen die Verantwortlichen.

Nun liebe Schlieremerinnen und Schlieremer, liebe Freunde des WAGI-Museums.. Ihr seht, die Ideen würden uns ja keineswegs ausgehen. Die Platzverhältnisse an unserem aktuellen Ort sind indess leider in der Tat längerfristig ein Problem. Da heute aber der 01. April ist, müssen wir leider mitteilen, dass nicht nur die Enten im benachbarten Teich etwas Schmunzeln mussten ab unserer etwas gewagten Idee, welche übrigens "natürlich" nicht an einem ausgelassenen Vereinsabend am Stammtisch entstand!

Noch ein frohes Osterfest wünscht das Team HistoricSchlieren.

 
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