SBB Einheitswagen l - Wagi Museum Schlieren

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Einheitswagen EW l der SBB CFF FFS

In einem von den SBB im Jahre 1954 unter den Wagonsbaufirmen der Schweiz veranstalteten Wettbewerb galt es, das Bewährteste und das Vorteilhafteste der bisherigen Wagentypen in einem neu zu schaffenden Wagen zu vereinen und eine Konstruktion zu finden, die eine Serienfabrikation technisch einwandfrei durchführbar und preislich günstig werden liess.

Schlieren und SIG, bekamen als die Gewinner dieses Wettbewerbes im Februar 1955 den Auftrag zur Herstellung von je zwei Prototypen, und innert Jahresfrist konnten die beiden Wagen geschaffen werden.

Die neuen Personenwagen wiesen eine abgeänderte Grundrisseinteilung auf, bei der die Einstiegtüren über den Drehgestellen angeordnet wurden. Vorraum und Aborte befinden sich an den Wagenenden, wo sie bei eventuellen Zugszusammenstössen eine schützende Wirkung auf die Personenabteile ausüben konnten.



Die ersten beiden Prototypen des Einheitswagens 1 verliessen unsere Werkstätten 1955 und rollten bereits über die Schienen unserer Bundesbahnen, auf denen sie nun während ihrer Probefahrten eine Bestätigung der in sie gesetzten Erwartungen zu erbringen hatten.

Im Einheitswagen, einem Stahlwagen der Schalenbauweise, durfte man das Endergebnis jahrelanger Entwicklungen auf diesem Gebiete des Wagonsbaues sehen.

Während etwa zwanzig Jahren waren auf diesem Prinzip verschiedene Typen geschaffen worden, und die Zeit kam, in der man sich auf Grund der bisherigen Erfahrungen an die Herstellung eines Standardwagens für den schweizerischen  Eisenbahnverkehr wagen durfte.

Eine wesentliche Neuerung, die vor allem eine Senkung der Fabrikationskosten mit sich brachte, war die Bauart der Kastenkonstruktion, die nach den Vorschlägen von Schlieren ausgeführt wurde.

Unseren Werkangehörigen war diese Kastenkonstruktion vom Bau der Indienwagen her bekannt; sie unterscheidet sich im wesentlichen von der Bauart der bisherigen Leichtstahlwagen durch die innenliegenden Längsträger.

Die einfacheren Elemente, die sich aus dieser Konstruktionsart ergeben haben, eigneten sich besonders gut für die Elementenbauweise. Durch die Verwendung von Pressteilen für Säulen und Spriegel ist damals eine weitere bemerkenswerte Verbilligung möglich geworden.

Neu war auch das Drehgestell, das in reiner Schraubenfederung mit hydraulischer Dämpfung ausgeführt wurde und mit dem Torsionsstab-Drehgestell der SIG austauschbar war. In die Drehgestelle ist erstmalig ein Bremszylinder eingebaut worden, so dass das am Kastenuntergestell montierte Bremsgestänge wegfiel.

Der in der Regel vom Bremsgestänge herrührende Lärm konnte auf diese Weise vermieden werden. Anlässlich der Überführung der Wagen von Zürich nach Bern konnten wir uns von den guten Laufeigenschaften unseres Drehgestelles überzeugen; dabei ist ganz besonders die weiche Federung als sehr angenehm empfunden worden.

 
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