Schlierenwagen OBB - Wagi Museum Schlieren

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Die Schlierenwagen der
ÖBB waren ein Lizenzbau
für Österreich
    


Schweizerische Wagons- und
Aufzügefabrik AG Schlieren

Wagistrasse 13
CH-8952 Schlieren ZH




Als Schlierenwagen wurde eine Bauart von Reisezugwagen der Österreichischen Bundesbahnen bezeichnet, die in den Jahren 1965 bis 1981 als Lizenzbau des Schweizer Einheitswagen I entstanden. Der Name "Schlieren" floss in die Wagenbezeichnung ein, weil SWS die Lizenzgeberin waren.

Es handelte sich um vierachsige Grossraumwagen für den Inlandverkehr, bestellt im Jahr 1963 und gebaut von 1965 bis 1981 von der Simmering-Graz-Pauker AG (SGP) und den Jenbacher Werken (JW) in Lizenz von unserem Unternehmen. Im Gegensatz zu den Schweizer Wagen besassen die 1. Klasse-Wagen nur 7 statt 8 bzw. die 2. Klasse-Wagen nur 9 statt 10 Fenster mit Sitzgruppen.

Insgesamt wurden rund 800 Wagen in den Gattungen Apo, ABpo, Bpo, Bpoz (Reihe 85-35  mit Buffet), BDpo und BDpoz gebaut (das Nebengattungszeichen „o“ für Wagen ohne Dampfheizung entfiel 1981). Die ersten 211 Wagen wurden noch mit der alten Gattung B4ipüho und den Nummern 33000 bis 33211 geliefert.  

Danach erhielten sie die UIC-Nummern 50 81 29-35 xxx. Zahlreiche Wagen wurden im Laufe der Jahre mit einer Zugführerkabine - zuerst bei den Wagen 29-35  348 bis 351 und 363 bis 379 anstelle der Notsitze im Einstiegsraum, später anstelle einer Sitzgruppe im Fahrgastraum (bei der Serie 28-33 anstelle eines WC) - ausgestattet und als Bp-k bezeichnet.

Die Halbgepäckwagen wurden in zwei Ausführungen hergestellt mit großen und kleinen (82-35  400 ff.) Gepäckräumen. Sie haben ein Zugführerabteil, keinen Seitengang neben dem Gepäckraum und werden deshalb in der Regel an der Zugspitze oder am Zugschluss eingereiht.

Die Wagen waren leicht erkennbar an ihren charakteristischen Einstiegen, die aus jeweils zwei miteinander  gekoppelten schmalen Klapptüren bestanden, sowie den Ganzfenstern. Die Länge über Puffer betrug 23,7 Meter und die Wagen waren für eine  Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h zugelassen (bis 1967 nur 120 km/h). In der 1. Klasse wurden 14, in der 2. Klasse 18 Sitzreihen in 2+2-Anordnung untergebracht.

Dabei entsprachen die Sitze in der 1. Klasse den Triebzügen ÖBB 4010, in der 2. Klasse wurden je nach Bauserie Bremshey-Sitze oder feste Einzelsitze (ab 29-35  600 ff.) eingebaut. Die Sitzbezüge waren in der 1.Klasse blau, in der 2. Klasse gab es ursprünglich grüne Kunstlederbezüge, ab Ende der 1970er Jahre orangebraune Veloursbezüge.

Die Schlierenwagen wurden als Inlandsreisezugwagen konzipiert und waren zu Beginn nur für den Einsatz auf den Strecken der Bahnverwaltungen SBB, DB und FS zugelassen, wobei nicht alle Wagen freizügig eingesetzt werden konnten. Die Zulassung im  jeweiligen Einsatzland lässt sich durch die Hunderterstelle der Wagennummer ableiten.

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