Streiks - Wagi Museum Schlieren

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Die Streiks in der SWS

Eine der wichtigsten Voraussetzungen zu einer guten Entwicklung eines indrustriellen Unternehmens war bereits damals das gegenseite Vertrauen.Es erscheint aber heute noch sehr merkwürdig, das die Bereitschaft der Direktion, Angelegenheiten, die im Interesse der Arbeitnehmer standen gemeinsam zu besprechen, gerade in diesen Kreisen anfänglich wenig Gegenliebe und Verständniss fanden. Ein Vorschlag der Geschäftsleitung eine Arbeiterkommision ins Leben zu rufen, wurde von der Arbeiterschaft im Jahre 1905 zuerst verworfen.

Der erste Streik 1906

Unmittelbar nach dem Zahltag am 24. Februar 1906 legten die Holzarbeiter die Arbeit nieder. Erst auf Intervention des damaligen Regierungsrates kam ein Vergleich zustande, wonach die Arbeit nach sechswöchiger Streikdauer wieder aufgenommen wurde.

Erst die bitteren Erfahrungen des Streiks im Jahre 1906 und nicht zuletzt auch ein Vortrag des damaligen Nationalrat Ed. Sulzer-Ziegler, zu dieser Zeit ein bekannter Förderer der Arbeiterkommissionen, ebneten schlussentlich den Weg auch in Schlieren. Genau am 05. März 1909 fand die erste Kommissions-sitzung statt, an der je sieben gewählte Vertreter der Arbeitnhemer und der Geschäftsleitung teilnahmen.

Am 03. September 1909 erfolgte damals mit einer Einlage von 10´000 Franken die Gründung der "Arbeiterhilfsklasse", welche bis zur im Verlaufe der Betriebsjahre als: Arbeitnehmer-Hilfs- und Jubilarenkasse weitergeführt wurde.

Aber auch das Bestehen der Arbeiterkommission vermochte weitere Streiks nicht zu verhindern. Lohnforderungen führten am 09. März 1912 dazu das:

Der zweite Streik 1912

damals zur Kollektivkündigung der Schreiner und Maler führte. Der ganze Betrieb musste damals geschlossen werden. Erst nach sieben Wochen und wie bereits 1906 nach erneuter Intervention des Regierungsrates wurde schliesslich der Betrieb wieder aufgenommen. Im Gegensatz zum Streik von 1906 war die Atmosphäre aber erheblich ruhiger. Ausser dem Zugeständnis, die in Ausstand getretenen Arbeiter nach Möglichkeit wieder einzustellen, erreichten die Streikenden nichts.

Der dritte Streik 1919

Der dritte und letzte Streik welcher die damalige SWS Schlieren im Jahre 1919 erschütterte, war wiederum von hartnäckigem Charakter und hatte den Verlust von rund 237´000 Arbeitsstunden zur Folge.




Mit freundlicher Unterstützung

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